
Wir von Green Gas helfen unseren Partner dabei, die Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit ihrer Aktivitäten zu verbessern, indem wir Treibhausgasemissionen aus Kohlebergwerken und Deponien reduzieren. Dabei schaffen wir für unsere Partner Mehrwert, indem wir dafür sorgen, dass diese Projekte Emissionszertifikate erhalten können.
Klimawandel
Der Klimawandel ist ein natürliches Phänomen. Seit der industriellen Revolution trägt der Mensch jedoch in erheblichem Umfang zur globalen Erwärmung bei. Im zwanzigsten Jahrhundert stieg die Durchschnittstemperatur unseres Planeten um ca. 0,6°C. Im Vergleich dazu wird die durchschnittliche Temperatur der Erdoberfläche von 1990 bis 2100 um voraussichtlich 1,4 bis 5.8°C steigen (Quelle: Weltklimarat (IPCC)).
Der Verbrauch fossiler Brennstoffe, die Deponierung von Abfällen und der Kohleabbau tragen alle zur Entstehung von Treibhausgasemissionen bei - um nur wenige Beispiele zu nennen. Höhere Konzentrationen von Kohlendioxid, Methan, Stickstoffoxid und anderen Treibhausgasen fangen mehr Infrarotstrahlung ein, was dann zur Erderwärmung führt.
Die Wissenschaft bemüht sich, die Auswirkungen der Emissionen von Treibhausgasen auf den Klimawandel mit immer höherer Genauigkeit vorherzusagen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass ohne Maßnahmen zur drastischen Reduzierung dieser Emissionen das Risiko eines Anstiegs der globalen Erwärmung in Zukunft enorm steigen wird.
Staaten auf der ganzen Welt haben reagiert, indem sie eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen vereinbart haben. Das Kyoto-Protokoll (www.unfccc.int) ist ein internationaler Vertrag, in dem sich die unterzeichnenden Staaten zu einer Verringerung ihrer Emissionen von Kohlendioxid, Methan und vier anderen Treibhausgasen verpflichtet haben.
Die unterzeichnenden Staaten müssen auf nationaler Ebene Maßnahmen treffen, um die Emissionen zu reduzieren, können sich aber zur Erfüllung ihrer Ziele auch am Handel mit Emissionsrechten beteiligen. Viele Regierungen und Privatorganisationen haben sich eigene Ziele für eine Verringerung oder Kompensierung ihrer Treibhausgasemissionen gesetzt.
Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll trat im Februar 2005 in Kraft und wurde bereits von mehr als 160 Nationen unterzeichnet. Seither wurden nationale und internationale Programme eingerichtet, um die Kyoto- Ziele zu erfüllen. Die meisten Staaten haben erkannt, wie wichtig Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sind. Dabei arbeiten sie auch verstärkt zusammen, um weitere internationale Ansätze zu finden. Ein neuer Vertrag wird bereits ausgehandelt und dieser wird voraussichtlich die Verpflichtungen zur Emissionsminderung bis 2020 und darüber hinaus noch weiter erhöhen.
Emissionszertifikate
Der Emissionshandel schafft die Anreize und Ressourcen für eine Reduzierung von Methanemissionen. Die Staaten setzen nun verstärkt Marktmechanismen als wirksames Mittel zur Verringerung der Emissionen ein, indem sie den Unternehmen Wahlmöglichkeiten und wirtschaftliche Anreize bieten.
Die meisten industrialisierten Nationen haben sich zur Begrenzung ihrer Treibhausgasemissionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls sowie anderer Regelwerke verpflichtet Hierzu müssen die Unternehmen entweder ihre Emissionen verringern oder zusätzliche Emissionsrechte kaufen.
Unsere Gruben- und Deponiegasprojekte eröffnen besonders interessante Möglichkeiten, handelbare Emissionszertifikate zu erzeugen. Ein typisches Projekt mit einer elektrischen Leistung von 6 MW kann über 200.000 Emissionszertifikate pro Jahr erwirtschaften. Um Zertifikate produzieren zu können, ist jedoch neben einer gründlichen Projektanalyse auch die entsprechende Zertifikatsberechtigung erforderlich. Zudem ist es wichtig, sich den bestmöglichen Preis für die Zertifikate zu sichern. Dieser kann abhängig vom aktuellen Markt, der Strategie des Verkäufers und den Lieferrisiken zwischen 5 EUR/Zertifikat und über 20 EUR/Zertifikat liegen. Bei diesen Preisen werden viele Projekte zur Energiegewinnung aus Methan, die sonst wirtschaftlich unattraktiv wären, profitabel.
Emissionszertifikate werden in Tonnen CO2-Äquivalenten gemessen. Es gibt ? je nach der Quelle und dem Projektmechanismus ? verschiedene Typen von Zertifikaten.
Im Rahmen des Kyoto-Protokolls gibt es zwei Mechanismen, die den Staaten dabei helfen sollen, ihre Reduktionsverpflichtungen zu erfüllen, indem Projekte zur Emissionsreduzierung gefördert werden. Die Staaten und deren Unternehmen können - je nach Standort des Projektes - Clean Development Mechanism (CDM) und Joint Implementation (JI) nutzen, um ihre Emissionsziele zu erfüllen.
Über den CDM-Mechanismus können Industrienationen, die sich zur Reduzierung der Treibhausgase verpflichtet haben ? z. B. Deutschland, Großbritannien oder Japan ?, in Projekte zur Reduzierung von Emissionen in Entwicklungsländern ? z. B. China, Ecuador oder Indien ? investieren. Die CDM-Zertifikate werden als Zertifizierte Emissionsreduktionen (Certified Emission Reduction -"CER") bezeichnet.
Über den JI-Mechanismus können Industrienationen mit nationalen Emissionsgrenzwerten die Emissionen von Treibhausgasen verringern, indem sie in Projekte zur Verringerung von Emissionen in anderen ausgewiesenen Industrienationen investieren. Im Gegenzug erhält die investierende Industrienation Zertifikate, die als Emissionsreduktionseinheiten (Emissions Reduction Unit - "ERU") bezeichnet werden.
Während Zertifikate aus CDM und JI die wichtigsten für Green Gas und unsere Partner darstellen, gibt es auch noch verschiedene andere Zertifikattypen unter anderen Regelwerken, die eine Investition in Methanenergieprojekte fördern können. Darüber hinaus hat sich auch ein rasch wachsender Markt für freiwillige Emissionsreduzierungen (Voluntary Emissions Reductions, VERs) gebildet, über den Unternehmen und Einzelpersonen freiwillig Emissionen kompensieren können.