Case Studies

Deponiegasprojekt in Zámbiza, Quito  |  Vlierzele  |  

Clean Development Mechanism (CDM) - Deponiegasprojekt in Zámbiza, Quito

Die Deponie Zámbiza befindet sich in der Nähe von Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Diese Deponie war von 1979 bis 2002 in Betrieb und hat in dieser Zeit fünf Millionen Tonnen Hausmüll aufgenommen. Ihre Tiefe beträgt über 20 Meter. Bei der Schließung der Deponie sind keinerlei Maßnahmen zum Umweltschutz getroffen worden.

Lösung

Nach erfolgreicher Probeabsaugung konnte festgestellt werden, dass Zámbiza für den Handel mit Emissionsrechten ideale Bedingungen bietet. Im Rahmen des Kriterien des Kyoto-Protokolls hat Green Gas das Project Design Document (PDD) für die Anerkennung und Registrierung eingereicht. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der Alquimiatec S.A. realisiert worden. Das Methan wird gesammelt und unter Einsatz der Technologie der Hofstetter Umwelttechnik AG abgefackelt. Im Rahmen der Vorbereitung des Standortes wurde der Standort auf zehn Hektar ausgedehnt. Zámbiza bietet die Voraussetzungen für den Betrieb einer BHKW-Anlage mit einer installierten elektrischen Leistung von 2.500 kW. Damit ließen sich im Jahr durchschnittlich 14 GWh an elektrischer Energie erzeugen. Das Projekt ist so entwickelt worden, dass es den Methodologie-Bestimmungen der UNFCCC entspricht.

Technische Daten:

  • Hochtemperaturfackel
  • Verbrennung bei 1.000-1.200°C und einer Verweildauer >= 0,3 s
  • Volumenstrom 2.000 Nm³/h

Eine präzise Protokollierung der Betriebsdaten ist ebenfalls erforderlich, damit das Projekt innerhalb der Vorgaben des Kyoto-Protokolls bleibt.

Ergebnisse

Das Projekt Zámbiza bringt der Region um Quito zahlreiche Vorteile. Es verfügt über das Potenzial, die Emissionen von Treibhausgasen in den zehn Jahren, in denen Emissionszertifikate generiert werden können, d.h. bis Februar 2016, ca. 777.000 Tonnen CO2-Äquivalente zu vermeiden.

Explosionen und Brände von Methangas auf dem Deponiegelände können künftig nicht mehr auftreten. Die Qualität der Umwelt in der Umgebung hat sich deutlich verbessert. Die Anwohner sind nicht länger den gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Gasemissionen, die vorher unkontrolliert entweichen konnten, ausgesetzt. Gleichzeitig findet durch ausländisches Investitionskapital ein Transfer von Technologie und Know-how in die Region statt. Wichtig ist auch, dass das Projekt Einkünfte durch den Verkauf der Emissionszertifikate erwirtschaftet und eine lange Betriebsdauer hat. Außerdem hat es einen ? wenn auch geringen ? positiven Effekt auf den örtlichen Arbeitsmarkt gehabt. Und schließlich plant die Stadt Quito, Teile des Deponiegeländes in einen Freizeitpark für die Einwohner der Stadt umzuwandeln.  

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Vlierzele

Die Anlage im belgischen Vlierzele zeigt die Vorteile der Green Gas-Strategie, die Betriebsdaten kontinuierlich zu sammeln und zu analysieren.. Die ursprüngliche Anlage wurde im Jahr 2001 in Betrieb genommen. Infolge steigender Gasmenge wurde im Februar 2002 ein zweites Modul hinzugefügt, das im Mai 2003 durch eine Einheit mit höherer Leistung ersetzt wurde. Dadurch hat die Energieproduktion der Anlage von 2001 bis 2006 um 81 Prozent zugenommen. 2006 wurden ca. 7,6 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energie erzeugt ? genug, um 1.900 Haushalte zu versorgen. Green Gas betreibt die Gasnutzungsanlagen und ist für die Steuerung des Entgasungssystems verantwortlich.

Aufgrund unserer über 20-jährigen Erfahrung bei der Realisierung von Erneuerbare Energien- Projekte, unserer Kompetenz im Anlagenbetrieb und der Legal Compliance hat uns die belgische Regulierungsbehörde VREG eine Lizenz zur Erzeugung von "groene stromcertificaten" (grünen Stromzertifikaten) erteilt. Diese Zertifikate werden an große belgische Energieversorger verkauft, die sie dazu nutzen, ihre Verpflichtungen zum Einsatz eines gewissen Anteiles an erneuerbarer Energie zu erfüllen.

Technische Daten:

  • Standort: Vlierzele, Belgien
  • Brennstoff: Deponiegas
  • Inbetriebnahme: 2001/2003
  • Installierte elektrische Leistung: 1.168 kW
  • Energieproduktion: 7,6 Millionen kWh (2006)
  • Betreiber: Green Gas Germany GmbH
  • Jährliche CO2 Reduktion: ca. 32.000 Tonnen (in 2006).

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